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postheadericon Projektpartner

Projektpartner 1 (Konsortialführer)Schlaak

Prof. Dr. Jörg F. Schlaak

Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie

Universitäts-Klinikum-Essen

Prof. Dr. Jörg F. Schlaak fungiert als wissenschaftlicher Koordinator des Projekts und ist in seiner Eigenschaft als Leiter der hepatologischen Ambulanz des Uniklinikums Essen u. a. wesentlich für die Bereitstellung klinischer Proben verantwortlich. Ferner werden sämtliche Transkriptom- und DNA Untersuchungen in seinem Labor durchgeführt. Hier bestehen langjährige Erfahrungen, die bereits zur erfolgreichen Identifikation und Patentierung von mehreren molekularen Markern geführt haben. So konnte seine Arbeitsgruppe das Interferon stimulierte Gen 15 (ISG15) als prognostisch und therapeutisch relevantes neues Target im Rahmen der HCV-Infektion identifizieren und patentieren (DE 10 2008 029 669.4). Ferner konnte er zeigen, dass IFN-stimulierte Gene eine wichtige Rolle im Rahmen der endogenen Depression spielen. Deren diagnostische und therapeutische Nutzung wurde ebenfalls patentiert (PCT/EP2008/002765). Diese Aktivitäten haben u. a. zu einer engen Zusammenarbeit und wissenschaftlichen Kooperation mit verschiedenen pharmazeutischen Unternehmen (u. a. Roche, Gilead, Schering-Plough, Novartis, Bayer, Pfizer, Tibotec) geführt, die für die Verwertung von besonderer Relevanz sind.

Dr. Weber

Projektpartner 2

PD Dr. Frank Weber

Klinik für Allgemeinchirurgie, Viszeral- und Transplantationschirurgie

UK-Essen

An der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie liegt der klinische Schwerpunkt in der hepatobiliären Chirurgie inkl. Lebertransplantation. Mit 134 Lebertransplantationen im Jahr 2008 zählt es zu den führenden Transplantationszentren in Europa. Darüber hinaus werden pro Jahr etwa 200 Patienten mit Karzinomen der Leber (HCC), bzw. der in der Leber verlaufenden Gallengänge (CCC) operativ behandelt. An der Klinik ist die Methodik der Kryoasservierung von intraoperativ gewonnenem Gewebe seit Jahren etabliert. Die Bereitstellung der klinischen Proben ist somit gesichert. Die wissenschaftliche Tätigkeit und Expertise von PD Dr. F. Weber auf dem Gebiet der genomischen Medizin hat bereits zur Identifikation und Patentierung (PCT/US2007/015265) von molekularen Markern geführt. Wie für andere Tumorarten bereits bewiesen zeigt sich auch für die primären Lebermalignome, dass die Interaktion der Karzinomzellen mit ihrem umgebenden Binde- und nicht-malignen Lebergewebe eine Schlüsselrolle in deren Onkogenese einnimmt. Ziel des Projektes 2 ist es diagnostisch und prognostisch relevante, deregulierte Gene/Proteine im nicht-malignen Lebergewebe von Patienten mit primären Leberneoplasien (HCC und CCC) zu identifizieren und deren Signalwege zu charakterisieren.  Erste, zum Teil noch unveröffentlichte Daten der eigenen Arbeitsgruppe weisen darauf hin, dass in der Tat die Deregulation spezifischer Gene im nicht malignen Lebergewebe für die Prognose des HCC nach operativer Intervention entscheidend ist.  Die Identifizierung dieser molekularen Zielgene würde einen neuen, revolutionären Ansatz in der adjuvanten Therapie des HCC/CCC eröffnen. Erstmals wäre es möglich nicht nur das Malignom isoliert zu behandeln, sondern zusätzlich das deregulierte Expressionsprofil der vermeintlich gesunden Restleber, als potentieller Auslöser für ein frühes Rezidiv, durch eine entsprechend zielgerichtete Therapie zu modulieren.

Hoffmann

Projektpartner 3

PD Dr. Andreas-Claudius Hoffmann

Innere Klinik (Tumorforschung), Westdeutsches Tumorzentrum

UK-Essen

Der Schwerpunkt der Inneren Klinik (Tumorforschung) liegt in der Behandlung von Patienten mit Tumorerkrankungen. Mit mehr als 3.400 stationären und über 25.000 ambulanten Fällen jährlich zählt die Klinik zu den führenden onkologischen Einrichtungen in Europa und ist wesentlicher Bestandteil des Westdeutschen Tumorzentrums, dem einzigen Onkologischen Spitzenzentrum des Ruhrgebiets.

Besondere Kompetenzschwerpunkte der Klinik bilden das Lungenkrebszentrum, das Westdeutsche Magen- und Darmzentrum und das Sarkomzentrum, die eine weit überregionale Patientenzuweisung erfahren. Durch die interdisziplinäre Vernetzung in diesen und anderen Behandlungsschwerpunkten des Westdeutschen Tumorzentrums können für nahezu alle Tumorerkrankungen interessante klinische Studien angeboten werden. Wichtiges Element ist hierbei die onkologische Phase I-Einheit der Klinik, die den Zugang zu modernsten Tumormedikamenten im Rahmen wissenschaftlich kontrollierter Studien ermöglicht. Unabhängig von klinischen Studien erfahren alle Patienten der Klinik eine umfassende onkologische Versorgung auf höchstem Niveau.

Die Molekulare Onkologie Risiko-Profil Erforschung (MORE), unter der Leitung von Dr. A.-Cl. Hoffmann ist ein wichtiger Bestandteil der translationalen Forschung in der Inneren Klinik (Tumorforschung) und national und international vernetzt. Hauptschwerpunkte sind die Identifikation und Validierung neuer Biomarker und potentieller Drug Targets bei Tumoren des Gastrointestinaltraktes (Hepatozelluläres Karzinom, Kolorektales Karzinom, Bauchspeicheldrüsenkrebs). Außerdem konnten durch Kooperationen mit der Diagnostik Industrie bereits Tests zur Vorhersage für das Ansprechen auf systemische Therapie bei gastrointestinalen Tumoren entwickelt und zur Marktreife gebracht werden.

Webseite: www.more-oncology.com

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BabaProjektpartner 4

Prof. Dr. Hideo A. Baba

Institut für Pathologie

UK-Essen

Prof. Baba ist stellvertretender Direktor des Instituts für Pathologie und berufener Professor für Transplantationspathologie. Mit dieser Berufung ist er unter anderem verantwortlich für die pathologische Diagnostik der Lebererkrankungen. Er ist ein ausgewiesener Hepatopathologe und hält regelmäßig Fortbildungskurse für Pathologen an der Internationalen Akademie für Pathologie (IAP). Mit über 150 PubMed gelisteten Publikationen ist er ein ausgewiesener Wissenschaftler. Es besteht eine langjährige wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet der Signaltransduktion in Tumoren. So konnte gezeigt werden, dass der ERK Signalweg im hepatozellulären Karzinom aktiviert ist und dass diese Aktivierung mit einem schlechten klinischen Outcome assoziiert ist. Dies ist die pathomorphologische Rationale, Kinaseinhibitoren, die diesen Signalweg blockieren, beim Tumorpatienten einzusetzen. Seit kurzem ist das Medikament Sorafenib, welches u.a. den ERK Signalweg hemmt, als erstes Medikament für das hepatozelluläre Karzinom beim Menschen zugelassen.

Projektpartner 5Sitek

Jun.-Prof. Dr. Barbara Sitek

AG Neuroproteomics

Medizinisches Proteom-Center

Ruhr-Universität-Bochum

Das MPC unter der Leitung von Prof. Helmut E. Meyer ist eines der weltweit führenden Institute im Bereich der Proteomik und verfügt über eine exzellente Infrastruktur mit allen gängigen state-of-the-art Technologien (2D-Gelelektrophorese, DIGE, multidimensionale/nanoHPLC, ESI-ITMS, MALDI-TOF/TOF, ESI/MALDI-QTOF etc.). Der wissenschaftliche Focus des MPCs liegt in der proteinanalytischen Untersuchung biologischer Systeme mit Hilfe multidimensionaler Trennmethoden und der biologischen Massenspektrometrie. Dr. Barbara Sitek hat in den letzten Jahren im Bereich der Entwicklung von Techniken zur Detektion von Biomarkern und Targets gearbeitet. Dabei wurde eine hoch sensitive Methode etabliert, die erstmalig differentielle Studien mit geringen Proteinmengen ermöglicht (Sitek et al. 2005). Durch die Kombination der Mikrodissektion mit dem Sättigungslabelling der 2D-Gel-basierten DIGE-Technik ist es möglich umfangreiche Proteome von nur 1000 Zellen (ca. 2 µg) zu erstellen und zu vergleichen. Dieses Verfahren wurde bereits bei mehreren Krebserkrankungen sowie bei der Leberzirrhose sowie der Niereninsuffizienz angewendet. Bei allen Studien wurden Proteine identifiziert, die im direkten Zusammenhang mit der Erkrankung stehen und ein hohes Potential haben, als Biomarker eingesetzt zu werden. Zusätzlich wurde im MPC eine innovative quantitative Technik entwickelt, die Massenspektrometrie-basiert und labelfrei die differentielle Quantifizierung geringer Proteinmengen zulässt (ca. 500 ng). Beide dargestellten quantitativen Methoden gelten als komplementäre Techniken, somit stellt die Verwendung von beiden Verfahren in diesem Projekt ein hohes Potential für die Detektion vielversprechender Biomarker und Targets dar. Ein Patent über spezifische Markerproteine zur Detektion der Leberzirrhose liegt bereits vor (Erfinder: Meyer HE, Schmiegel W, Sitek B, Stühler K, Sipos B, Klöppel G, und Mölleken C, Deutsche Patentanmeldung DE 10 2006 037 613.7 ( DE 10 2006 048 249.2) Anmeldetag: 10.08.2006 (12.10.2006), Internationales Patent PCT/DE2007/001427 Anmeldetag: 10.08.2007).

Projektpartner 6Stephan

Dr. Christian Stephan

AG Bioinformatik

Medizinisches Proteom-Center

Ruhr-Universität-Bochum

Dr. Christian Stephan ist der Leiter der Bioinformatik im Medizinischen Proteom-Center am Zentrum für Klinische Forschung der Ruhr-Universität-Bochum. In seiner Abteilung bestehen langjährige Erfahrungen in der Proteomanalyse und angewandten Statistik, aber auch mit Array-Analysen in Bezug auf hochqualitative Identifizierung und Quantifizierung. Durch den Betrieb eines eigenen High-Performance Cluster (HPC) mit mehreren hundert CPUs, sowie dem Betrieb und der Erstellung von großen Datenbanken besteht eine exzellente Expertise in der zielgerichteten Analyse von biologisch relevanten Daten. Dazu nötige Methoden und Softwareentwicklungen werden in der Bioinformatikabteilung mit sechs Mitarbeitern benutzt, um die statistisch gesicherte Identifizierung von Biomarkerkandidaten zu gewährleisten. Langjährige Kooperationen wie z.B. mit dem European Bioinformatics Institute (EBI) in Hinxton und der HUPO Proteomics Standard Initiative (PSI - http://psidev.info) sind der Garant für eine barrierefreie Datenanalyse der Community durch Überführung z.B. der in der Proteomik erhobenen Ergebnisse und der Veröffentlichung der Daten nach Sicherung von Schutzrechten in frei zugängliche Datenbanken wie der PRIDE-Datenbank (http://www.ebi.ac.uk/PRIDE).

Projektpartner PROFILE BiotechPROFILE BiotechSchlaakMeyer

Prof. Dr. Helmut E. Meyer

Prof. Dr. Jörg F. Schlaak

PROFILE biotech

Die PROFILE biotech wurde mit dem Ziel gegründet, bereits bestehende Schutzrechte der Gründer einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen. Die hierbei genutzten und neu entstehenden Netzwerke, Kontakte und strategischen Partnerschaften werden auch dem PROFILE-Konsortium in vollem Umfang zur Verfügung stehen, sobald dessen Schutzrechte zur Verwertung anstehen. Die PROFILE biotech wird den Wert der Schutzrechte durch Compound Screening von Small Molecule Libraries sowie Entwicklung von RNA-Interferenz- und Antikörper-basierten Therapeutika steigern. Dieses innovative Konzept, welches in GB bereits vom dortigen Medical Research Council (MRC) erfolgreich eingesetzt wird und was in Deutschland bisher nicht verfügbar ist, wird sie auch Erfindern außerhalb des Konsortiums anbieten.

Projektpartner MedEcon Ruhr GmbH (assoziierter Partner)

Dr. rer. nat Silke Mreyen

www.medeconruhr.de

MedEcon Ruhr [Medicine Economy Ruhr] ist die zentrale Adresse der Gesundheitswirtschaft der Metropole Ruhr. Basierend auf einem vitalen Informationspool konzentriert sich unser Leistungsangebot auf die operativen Säulen: Netzwerk, Projektentwicklung und Standortmarketing.

Angefangen 2003 als regionale Gemeinschaftsinitiative verfügt MedEcon Ruhr seit 2007 über einen eigenen Verein, dem inzwischen über 90 Unternehmen und Einrichtungen aus verschiedenen Bereichen Gesundheitswirtschaft angehören. Die Nähe zu den Akteuren verbunden mit einer analytischen Sicht auf Wertschöpfungsketten und medizinisch-technische Innovationen kennzeichnen unsere Kontakt- und Beratungsqualität.

Die Metropole Ruhr ist Deutschlands größter Marktplatz. Dies gilt insbesondere für den Arbeitgeber Nr. 1, die Gesundheitswirtschaft. MedEcon Ruhr versteht sich als Triebfeder der regionalen Profilbildung und mit Blick auf den Strukturwandel als Botschafter eines neuen Ruhrgebietes.